Defibrillator kaufen: Worauf Sie bei der Auswahl achten müssen

von 26. Februar 2026Defibrillator AED6 Min. Lesezeit
iPAD CU-SP1 AED Defibrillator im wasserdichten CoreTrek-Gehäuse auf einem verregneten Fußballplatz.

Defibrillator kaufen: Warum technische Widerstandsfähigkeit zählt

Wenn wir über die Anschaffung von Medizintechnik sprechen, denken viele zuerst an den Preis oder die Bedienbarkeit. Das ist verständlich. Doch in unserer täglichen Arbeit bei ResQ-Care erleben wir immer wieder eine Situation, die oft unterschätzt wird: Die Umgebungsbedingungen im Ernstfall. Ein Herzstillstand hält sich nicht an saubere, trockene Büroumgebungen. Er passiert auf dem verregneten Sportplatz, in der staubigen Produktionshalle oder im Schwimmbad.

Wer einen Defibrillator kaufen möchte, muss sich deshalb zwingend mit der physischen Belastbarkeit des Gerätes auseinandersetzen. Ein Gerät, das bei hoher Luftfeuchtigkeit oder Staubeinwirkung versagt, ist im Notfall nutzlos. Hier kommen die sogenannten IP-Schutzklassen ins Spiel. Diese geben an, wie gut ein Gehäuse gegen das Eindringen von Fremdkörpern (erste Ziffer) und Wasser (zweite Ziffer) geschützt ist.

Wir haben gesehen, dass viele Standard-Geräte lediglich einen Schutz gegen Spritzwasser bieten. Das reicht für das Büro, aber nicht für anspruchsvolle Umgebungen. Ein hochwertiger AED (Automatisierter Externer Defibrillator) sollte idealerweise eine Zertifizierung von IP55 oder höher aufweisen. Besonders beeindruckend sind Ergebnisse, wie wir sie bei der iPAD CU-SP1 Package CoreTrek kennen, die in Tests sogar starkem Strahlwasser standhält (IP66). Das bedeutet für Sie: Maximale Sicherheit, egal ob es regnet oder staubt.

Die Bedeutung der IP-Schutzklasse beim Defibrillator kaufen

Lassen Sie uns kurz technisch werden, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können. Wenn Sie einen Defibrillator kaufen, sehen Sie oft Kürzel wie IP54 oder IP66. Die erste Ziffer steht für den Berührungsschutz und Fremdkörper:

  • Ziffer 5: Geschützt gegen Staub in schädigender Menge.
  • Ziffer 6: Vollständig staubdicht.

Die zweite Ziffer ist für viele Anwendungsbereiche noch entscheidender, da sie den Wasserschutz definiert:

  • Ziffer 4: Schutz gegen allseitiges Spritzwasser.
  • Ziffer 5: Schutz gegen Strahlwasser aus einer Düse.
  • Ziffer 6: Schutz gegen starkes Strahlwasser.

In der Praxis bedeutet das: Ein Gerät mit IP55 kann auch bei starkem Regen oder in der Nähe von Reinigungsarbeiten mit Hochdruckreinigern sicher gelagert und eingesetzt werden. Als Experten bei ResQ-Care empfehlen wir für Industrie, Sportvereine und den öffentlichen Raum daher dringend Geräte mit hohen IP-Werten.

 

Standortwahl und Aufbewahrung: Innen vs. Außen

Der beste Defibrillator nützt nichts, wenn er weggeschlossen ist. Die 3-Minuten-Regel besagt, dass bei einem Herzstillstand idealerweise innerhalb von drei Minuten mit der Defibrillation begonnen werden sollte, um die Überlebenschancen signifikant zu erhöhen. Das bedeutet: Das Gerät muss zugänglich sein.

Wenn Sie einen Defibrillator kaufen und ihn im Außenbereich anbringen wollen, benötigen Sie einen speziellen Wandkasten. Hier reicht ein einfacher Blechschrank nicht aus. Kälte entlädt die Batterien, Hitze trocknet die Elektroden aus.

Unsere Erfahrung bei ResQ-Care zeigt, dass temperaturgeregelte Außenschränke wie der DefibSafe3 hier die sicherste Lösung sind. Sie verfügen über Heizung und Lüftung, um das Gerät im optimalen Temperaturbereich zu halten. Zudem sind sie robust gegen Vandalismus. Planen Sie diese Infrastrukturkosten unbedingt in Ihr Budget ein.

 

Halbautomatisch oder Vollautomatisch: Was ist besser für Laien?

Vor der Anschaffung stehen Sie vor der Wahl: Halbautomat oder Vollautomat? Beide Varianten analysieren den Herzrhythmus selbstständig und entscheiden, ob ein Schock notwendig ist. Man kann also nicht versehentlich jemanden schocken, der es nicht braucht.

  • Vollautomatischer Defibrillator: Das Gerät warnt die Umstehenden („Bitte Patienten nicht berühren“) und gibt den Schock dann selbstständig ab, ohne dass der Helfer eine Taste drücken muss.
  • Halbautomatischer Defibrillator: Das Gerät lädt auf und fordert den Helfer auf, die blinkende Schock-Taste zu drücken.

Viele Kunden fragen uns: „Kann jeder einen Defibrillator benutzen?“ Die Antwort ist ein klares Ja. Für absolute Laien, die Angst haben, etwas falsch zu machen, kann ein Vollautomat eine psychologische Entlastung sein. Allerdings bevorzugen viele Ersthelfer den Halbautomaten, da sie so die volle Kontrolle haben, wann der Schock abgegeben wird (um sicherzustellen, dass wirklich niemand den Patienten berührt).

 

Warum wir auf den iPAD CU-SP1 setzen

Wir haben bei ResQ-Care viele Geräte getestet und analysiert. Der iPAD CU-SP1 hat sich dabei als besonders zuverlässig erwiesen. Neben der bereits erwähnten hohen IP-Schutzklasse (IP55 Standard, im CoreTrek Package mehr), überzeugt er durch eine intelligente Lautstärkeanpassung. Stellen Sie sich vor, Sie sind in einer lauten Werkshalle oder an einer befahrenen Straße. Der SP1 misst die Umgebungslautstärke und passt seine Sprachanweisungen automatisch an, sodass der Helfer immer versteht, was zu tun ist.

Zudem erkennt das Gerät, ob die Elektroden bereits angeschlossen sind oder nicht, und überspringt entsprechende Anweisungen, um Zeit zu sparen. Es sind diese Details in der Usability, die in einer Stresssituation den Unterschied machen.

 

Fazit: Investieren Sie in Qualität und Service

Einen Defibrillator kaufen ist eine Investition in die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter, Mitglieder oder Familie. Lassen Sie sich nicht von Billigangeboten im Internet täuschen, bei denen Sie nach dem Kauf mit Wartung und Fragen allein gelassen werden. Achten Sie auf eine hohe IP-Schutzklasse für Robustheit, klären Sie die Folgekosten für Batterien und Pads und denken Sie an die korrekte Aufbewahrung.

Bei ResQ-Care verstehen wir uns nicht als reiner Box-Mover, sondern als Ihr Partner für Sicherheit.

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was kostet die Wartung eines AED?

Die Wartungskosten hängen vom Modell und den vorgeschriebenen Intervallen ab. In der Regel müssen alle 2 bis 5 Jahre die Batterien (ca. 200-300 €) und alle 2 bis 3 Jahre die Elektroden (ca. 50-80 €) getauscht werden. Dazu kommt die Sicherheitstechnische Kontrolle (STK), die meist alle zwei Jahre fällig ist und etwa 100 bis 150 Euro kostet. Einige moderne Geräte führen tägliche Selbsttests durch, was die Wartung vereinfacht.

Wie lange hält ein AED?

Die Lebensdauer eines Defibrillators liegt bei den meisten Herstellern zwischen 8 und 12 Jahren. Die Garantiezeiten variieren oft zwischen 5 und 8 Jahren. Nach Ablauf dieser Zeit sollte das Gerät aus Sicherheitsgründen durch ein neues ersetzt werden, da die interne Elektronik und die Kondensatoren altern.

Ist ein Defibrillator im Unternehmen Pflicht?

Eine generelle gesetzliche Pflicht, einen AED zu installieren, gibt es für die meisten Unternehmen in Deutschland noch nicht. Allerdings empfehlen die Berufsgenossenschaften (DGUV Information 204-010) die Anschaffung dringend, insbesondere ab einer gewissen Mitarbeiterzahl oder bei erhöhtem Unfallrisiko (z.B. Starkstrom). Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung kann sich eine faktische Notwendigkeit ergeben.