Das Lebensretter ABC –
hier kannst Du wichtige AED Begriffe im Defibrillator Glossar nachlesen.

Das ResQ-Care Defibrillator Lexikon

Automatisierter Externer Defibrillator (AED)

Die Abkürzung AED steht für: automatisierter externer Defibrillator. Der AED ist ein medizinisches Gerät, welches den Herzrhythmus einer Person analysieren und anschließend, wenn der Bedarf besteht, einen Stromimpuls abgeben kann. Er wurde speziell dafür konzipiert, dass jeder Laie ohne jegliche Vorkenntnisse diesen anwenden kann. Akustische und optische Anweisungen vereinfachen die Anwendung des AEDs. Eingesetzt werden AEDs in Notsituationen, in welchen eine betroffene Person einen Herzstillstand erlitten und das Bewusstsein verloren hat. AEDs sind häufig in öffentlichen Gebäuden wie Bahnhöfe, Flughäfen oder Fußballstadien zu finden.

Atemfrequenz

Die durchschnittliche Anzahl an Atemzügen pro eine bestimmte Zeiteinheit nennt man Atemfrequenz. Meistens werden sie pro Minute angegeben. Die Atemfrequenz unterscheidet sich aber von individuellen und externen Faktoren. Sie ist wichtig für die Beurteilung des Gesundheitszustandes einer Person. Durchschnittlich geben Erwachsene 12 bis 16 Atemzüge pro Minute von sich, während es bei Kindern durchschnittlich 18 bis 24 Atemzüge sind.

Atemstillstand

Ein Atemstillstand, auch bekannt als Apnoe, bedeutet das vollständige Fehlen bzw. Aussetzen einer Atmung bei einem Menschen. Die Dyspnoe hingegen beschreibt einen Zustand, in dem die Atmung eines Menschen eingeschränkt ist. Ein Atemstillstand kann eine pathologische Ursache haben, wie eine Intoxikation, neurologische Erkrankungen oder eine mechanische Verlegung der Atemwege. Jedoch kann eine Apnoe auch vorübergehend durch einen herbeigeführten Zustand zustande kommen.

Defibrillation

Defibrillatoren sind medizinische Geräte, welche durch das Abgeben eines Gleichstromimpulses eine Herzrhythmusstörung beheben können, welche für betroffene Personen lebensbedrohlich ist. Ein Defibrillator wird im Rahmen einer Reanimation eingesetzt, beispielsweise bei Kammerflimmer oder -flattern, oder bei einer pulslosen ventrikulären Tachykardie. Vor einer Defibrillation erfolgt eine Analyse des Herzrhythmus durch ein EKG. Ist eine Defibrillation notwendig, werden Defibrillationselektroden über der Herzspitze und über der Herzbasis angebracht und ein Gleichstromstoß abgegeben. Dadurch werden die Herzmuskelzellen elektrisch überreizt und im besten Fall wird die Herzrhythmusstörung behoben. Anschließend erfolgt eine manuelle Reanimation.

Dysplasie

In der Pathologie bezeichnet man eine sichtbare Miss- oder Fehlbildung eines Organs, eines Körperteils oder von Gewebe. Es gibt verschiedene Formen von Dysplasien. Die arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie (ARVC) beispielsweise ist eine Herzerkrankung, welche durch die Einlagerung von Fett- und Bindegewebe im Herzmuskelgewebe zustande kommt. Innerhalb des Krankheitsverlaufes können sich unter anderem schwere Herzrhythmusstörungen entwickeln.

Elektrokardiogramm (EKG)

Die Elektrokardiographie (EKG) registriert durch Elektroden, welche am Körper der betroffenen Person angebracht sind, die Herzstromkurve und zeichnet diese anhand eines Elektrokardiogrammes auf. AEDs haben integrierte EKGs, durch welche die Geräte analysieren, ob ein Schock abgegeben wird oder nicht.

European Resuscitation Council (ERC)

Der European Resuscitation Council (ERC) ist ein wissenschaftlicher Rat, welcher sich mit der kardiopulmonalen Reanimation beschäftigt. Zu seinen Tätigkeiten gehören unter anderem das Publizieren relevanter Forschungsergebnisse, die Entwicklung von Behandlungsrichtlinien, sowie das Anbieten von verschiedenen Kursen. Ebenfalls beschäftigt sich der ERC mit der optimalen Behandlung von Patienten, welche kardiologisch als hochgradig instabil bezeichnet werden können. Der ERC veröffentlicht zudem ihre Ausbildungsunterlagen in verschiedenen Sprachen, welche auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Zudem veröffentlichte der ERC eine eigene Zeitschrift, die den Namen Resuscitation trägt.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: Die neuen Reanimations-Leitlinien des European Resuscitation Council 2021

Ersthelfer:in

Als Ersthelfer:in bezeichnet man eine Person, welche eine betroffene Person bei einem Unfall oder medizinischem Notfall erste Hilfe leistet. Dabei wird zwischen professionellen Ersthelfern und Laienhelfern unterschieden. In den meisten Fällen sind jedoch Laienersthelfer gemeint, wenn von einem Ersthelfer gesprochen wird. Ersthelfer sind in solchen Fällen meistens Personen, die einen Notfall beobachten, einen Notruf absetzen und eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen.

Herzdruckmassage

Eine Herzdruckmassage ist eine Sofortmaßnahme, welche in Notfällen durchgeführt wird. Diese wird bei einem Kreislaufstillstand einer Person durchgeführt, um die überlebenswichtigen Organe des Betroffenen wieder mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Durch die Herzdruckmassage erfolgt eine rhythmische Kompression des Herzens und führt dazu, eine minimale Blutzirkulation bei der betreffenden Person aufrechtzuerhalten. Da ein Kreislaufstillstand zu irreversiblen Schäden führen kann, weil die Organe nicht mit Sauerstoff bzw. Blut versorgt werden, sinkt mit jeder verstrichenen Minute die Überlebenschance. Daher muss so schnell wie möglich eine Reanimation erfolgen.

Kammerflimmern

Unter Kammerflimmern ist eine tachykarde Arrhythmie des Herzens zu verstehen, welche akut eintritt und lebensbedrohlich ist. Bei einem Kammerflimmern ist die Kammerfrequenz stark erhöht, welche negative Auswirkungen auf die Pumpfunktion des Herzens hat, denn die elektrischen Signale werden im Herzen gestört weitergeleitet. Auch die Blutversorgung des Körpers ist dadurch beeinträchtigt, da die Betroffenen bei einem Kammerflimmern ihr Bewusstsein verlieren.

Kardiomyopathie

Unter einer Kardiomyopathie ist eine Erkrankung des Myokards zu verstehen. Die Ursache dabei ist eine elektrophysiologische oder mechanische Funktionsstörung des Herzens. Bei dieser myokardinalen Krankheit ist der Herzmuskel funktionell oder strukturell abnorm, ohne dass eine Koronare Herzerkrankung, eine arterielle Hypertonie, eine Herzklappenerkrankung oder ein angeborener Herzfehler vorliegt.

Laien(defibrillation)

Laien sind Personen, welche in einem bestimmten Gebiet keine Vor- oder Fachkenntnisse besitzt. Unter einer Laiendefibrillation versteht man demnach die Defibrillation, welche durch einen Laien durchgeführt wird. Eine Laiendefibrillation ist durch den Einsatz von AEDs möglich, da diese speziell für die Anwendung von Laien konzipiert wurde. Durch Sprachanweisungen und Piktogrammen führt der AED einen Laien einfach und sicher durch den Prozess der Reanimation.

Long-QT-Syndrom

Das Long-QT-Syndrom ist eine Herzerkrankung, bei der das QT-Intervall der Herzstromkurve pathologisch verlängert ist. Sie gehört zur Gruppe der Ionenkanalerkrankungen. Verschiedene Risikofaktoren begünstigen das Risiko für das Long-QT-Syndrom, wie das weibliche Geschlecht oder kardiovaskuläre Erkrankungen. Das Long-QT-Syndrom äußert sich in Torsades de pointes-Tachykardien, die mit Angina pectoris, Synkopen, allgemeinem Unwohlsein und Schweißausbrüchen einhergehen kann.

Out-of-Hospital-Cardiac-Arrest (OHCA)

Mit dem OHCA sind Herz-Kreislauf-Stillstände gemeint, welche außerhalb eines Krankenhauses stattfinden. Dieser kann Jedermann treffen – an jedem Ort. Daher ist es besonders wichtig, bei einem OHCA so schnell wie möglich Wiederbelebungsmaßnahmen einzuleiten, nachdem ein Notruf abgesetzt wurde. Der zusätzliche Einsatz eines AEDs kann die Überlebenschancen der betroffenen Person erheblich vergrößern.  

Plötzlicher Herztod (PHT)

Als plötzlicher Herztod wird der Eintritt des Todes definiert, der innerhalb weniger Minuten als Folge eines unerwarteten Herz-Kreislauf-Versagens eintritt. Tritt der plötzliche Herztod bei Säuglingen ein, spricht man von einem plötzlichen Kindstod. Der plötzliche Herztod kann als Folge verschiedener kardialer Vorbelastungen auftreten. Darunter zählen beispielsweise Herzinfarkte, Herzmuskelentzündungen, Kardiomyopathien, Arrhythmien und koronare Herzkrankheiten. Bestimmte Medikamente, sowie physischer und psychischer Stress können ebenfalls Auslöser für einen plötzlichen Herztod sein.

Reanimation

Eine Reanimation ist ein Prozess der Wiederbelebung von Patienten, welche einen Kreislaufstillstand oder einen Atemstillstand erlitten haben. Sowohl professionelle Helfer („Advanced Life Support“), wie auch Laien („Basic Life Support“) können eine Reanimation durchführen. Eine Reanimation umfasst eine Herz-Lungen-Wiederbelebung, wobei der Einsatz eines AEDs die Überlebenschancen des Betroffenen erhöhen kann. Als Beobachter eines Notfalles sollte jedoch zunächst die Atmung des Bewusstlosen kontrolliert, sowie ein Notruf abgesetzt werden. Die Reanimation erfolgt so lange, bis das Rettungsteam am Ort des Geschehens eintrifft.

Schnappatmung

Als Schnappatmung bezeichnet man eine Störung des Atems, bei der kurze „schnappende“ Atemzüge auftreten. Eine Schnappatmung tritt bei mehr als 50 % nach einem plötzlichen Herzstillstand ein. Merkmale einer Person mit Schnappatmung sind unter anderem das „schnappen“ nach Luft, gurgeln, röcheln, sowie unregelmäßige „Schnarchlaute“. Oft wird eine Schnappatmung im Falle eines plötzlichen Herzstillstandes als normale Atmung fehlinterpretiert. Tritt jedoch eine Schnappatmung auf, ist eine unverzügliche Herzdruckmassage notwendig. Daher ist es besonders wichtig, dass Menschen lernen, zu erkennen, was eine normale Atmung kennzeichnet und an welchen Merkmalen eine nicht-normale Atmung zu erkennen ist.

Telefonreanimation (T-CPR)

Die Telefonreanimation, auch T-CPR genannt, ist eine Reanimation, welche von einem Ersthelfenden durchgeführt wird und telefonisch von einem ausgebildeten Disponenten begleitet wird. Im Falle eines (vermuteten) Herz-Kreislauf-Stillstandes kann der Ersthelfende oder eine umstehende Person telefonisch per Notruf einen Leitstellendisponenten kontaktieren, welcher eine telefonische Anleitung zur Anleitung und Durchführung einer Reanimation gibt. Zudem wird gleichzeitig der nächstgelegene Notarzt, sowie ein Rettungswagen durch die Leitstelle disponiert. Das Ziel einer T-CPR ist es, den therapiefreien Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu verkürzen. Erkenntnisse zeigten, dass die Anzahl an Laienersthelfenden durch den Einsatz einer T-CPR anstieg, sowie die Überlebensrate von Patienten signifikant verbessert werden konnte.

Link: Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel Telefonreanimation (T-CPR): Durch den Helfer am Telefon zum Lebensretter werden!

Wolff-Parkinson-White Syndrom

Dieses Syndrom verdankt seinen Namen den US-amerikanischen und britischen Kardiologen Louis Wolff, Paul Dudley White und Sir John Parkinson und ist eine Herzrhythmusstörung, die zu den Präexzitationssyndromen zählt. Es zeichnet sich durch eine Anomalie des Erregungsleitungssystems des Herzens aus. Es kann durch den Einsatz eines EKGs diagnostiziert werden, jedoch kann es auch ohne jegliche Symptome einhergehen und nur durch Zufall entdeckt werden.

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