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Alle fünf Minuten stirbt ein Mensch in Deutschland am plötzlichen Herztod. Der Tod tritt in Folge eines Herzstillstands ein, der durch anhaltendes Kammerflimmern hervorgerufen wird. Dabei schlägt das Herz chaotisch und kann das Blut nicht mehr effizient im Körper verteilen.

Der plötzliche Herztod ist die häufigste Todesursache weltweit.

Warum der plötzliche Herztod kein Herzinfarkt ist

Viele Menschen verbinden die Begriffe plötzlicher Herztod und Herzinfarkt miteinander. In der Realität handelt es sich allerdings um zwei sehr unterschiedliche Ereignisse.

Beim plötzlichen Herztod ist das Herz aufgrund von Kammerflimmern nicht mehr in der Lage, das Blut effektiv durch den Körper zu pumpen. Es kommt schließlich zum Tod, da das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann.

Bei einem Herzinfarkt ist die Blutversorgung des Herzens selbst gestört. Die Ursache dafür kann zum Beispiel ein Gerinnsel sein, das den Blutfluss behindert. Durch den Mangel an Sauerstoff wird der Herzmuskel geschädigt und es kann zum Tod kommen.

Wie können automatisierte externe Defibrillatoren (kurz AEDs) helfen?

Nach einem plötzlichen Herzstillstand ist noch für mehrere Minuten ausreichend Sauerstoff im Blut, der dringend im Gehirn benötigt wird. Dort kommt er allerdings nicht an, da das Herz aufgrund des Kammerflimmerns nicht mehr effektiv arbeitet. Die Auswirkungen sind gravierend. Bereits 3-5 Minuten nach dem Herzstillstand wird das Gehirn irreversibel geschädigt.

Ein AED-Gerät stoppt das lebensgefährliche Kammerflimmern.

Mit einer Herzdruckmassage kann sichergestellt werden, dass das sauerstoffreiche Blut zum Gehirn gelangt. Allerdings wird so nur die Folge eines Herzstillstandes und nicht die Ursache bekämpft. Wird der normale Herzrhythmus nicht innerhalb weniger Minuten wiederhergestellt, tritt der Tod ein. Nur ein AED-Gerät kann das lebensgefährliche Kammerflimmern stoppen, sodass das Herz wieder effizient arbeiten kann. Die Chancen, den Betroffenen durch Herzdruckmassage und Beatmung zu reanimieren, steigen. Ohne die Anwendung eines Defibrillators überleben nur 8 Prozent der Betroffenen. Durch die Nutzung eines AED-Geräts steigt die Überlebenschance auf 50-70 Prozent.

AED-Geräte können die Zahl der Todesfälle deutlich reduzieren.

Was ist ein AED-Gerät?

AEDs sind automatisierte externe Defibrillatoren, die in einer Notsituation von jedem Menschen auch ohne medizinisches Hintergrundwissen benutzt werden können. Die eingebaute medizinische Software erkennt den Rhythmus des Herzens und entscheidet eigenständig, ob es notwendig ist, einen Elektroschock abzugeben oder nicht. Zudem geben die intelligenten Geräte genaue Anweisungen darüber, was zu tun ist, und führen so auch unerfahrene Ersthelfer durch aufwühlende Notsituationen.

Inwiefern betrifft Dich das Thema plötzlicher Herztod?

Von einem plötzlichen Herztod kann jeder betroffen sein. Dazu muss man nicht über 65 Jahre alt sein oder eine bekannte Herzerkrankung haben. Tatsächlich ist ein Drittel der an einem plötzlichen Herztod verstorbenen Menschen jünger als 65 und nur 13 Prozent von ihnen zählen zu einer Risikogruppe mit einer bereits bekannten Herzerkrankung.

 

Jeder kann direkt oder indirekt vom plötzlichen Herztod betroffen sein.

 

Nicht nur Dich selbst kann das Schicksal des plötzlichen Herztods ereilen, sondern auch Deinen Mitmenschen und Angehörigen. Stell Dir vor, ein Mitarbeiter oder eine Kollegin sackt während der Arbeitszeit zusammen, oder Dein Mitspieler liegt während eines Fußballspiels plötzlich auf dem Boden. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du nicht die Möglichkeit hättest, der Person bestmöglich zu helfen? Oder was würde in Dir vorgehen, wenn Dein Partner oder Deine Partnerin nie wieder vom Treffen mit Freunden zurückkehren würde und Du später erfahren musst, dass in der Notsituation keiner geholfen hat?