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Stefan Westermann

Paar bei der Wanderung

Die bloße Anwesenheit eines AEDs hilft nicht – Du musst aktiv werden!

By Defibrillator AED
Lesezeit ca. 4 Minuten

Die Anschaffung eines Defibrillators rettet Leben in einer Situation, in die Du selbst oder die Menschen, die Dir am Herzen liegen, jederzeit geraten können. Jeder kann vom plötzlichen Herztod betroffen sein. AED-Geräte erhöhen nicht nur deutlich die Überlebenschance, sondern verdoppeln auch die Chance auf ein Leben ohne gesundheitliche Folgeschäden. Die Bedienung ist dabei kinderleicht und für jeden Menschen möglich, selbst wenn du nicht auf die Notsituation vorbereitet bist. Daher empfiehlt auch die Bundesärztekammer die Anschaffung eines AED-Geräts.

Den aktiven Griff zum lebensrettenden Defibrillator kann Dir das Gerät allerdings nicht abnehmen, daher hilft die bloße Anwesenheit des Defibrillators nicht, sondern Du musst aktiv werden!

Wie profitierst Du als Ersthelfer von einem AED-Gerät?

Ein Defibrillator ist ein Gerät mit dem der normale Herzrhythmus durch gezielte Elektroschocks wiederhergestellt werden kann. Von den Geräten, die man aus einschlägigen Arztserien kennt, unterscheiden sich sogenannte AEDs. AEDs begleiten Dich Schritt für Schritt bei Deiner Erfahrung als Ersthelfer. Mit ihrer Hilfe kannst Du auch in stressigen und emotional aufwühlenden Situationen einen kühlen Kopf bewahren und alle notwendigen Maßnahmen einleiten. Ab dem Moment, wo Du den Defibrillator gegriffen und angeschaltet hast, wird er Dich mit genauen Anweisungen durch die Situation leiten. Du brauchst also keine Angst vor Fehlern zu haben. Untätig zu bleiben wäre der einzige Fehler, den Du begehen könntest.

Die Ersthelferquote liegt in Deutschland beim plötzlichen Herztod nur bei circa 15%.

Bist Du zur Ersten Hilfe verpflichtet?

Grundsätzlich gibt es eine Verpflichtung zur Leistung von Erster Hilfe in Notfällen. Diese Pflicht besteht nicht nur auf moralischer und ethischer Ebene, sondern ist auch im § 323c des Strafgesetzbuchs festgelegt. Gemäß des Paragrafens ist es Deine Pflicht, bei einem Notfall unverzüglich Hilfe zu leisten. Dabei wird nur so viel von Dir verlangt, wie Du auf Grund Deiner Fähigkeiten zu leisten im Stande bist. Solange Du also stets nach bestem Wissen und Gewissen handelst, hast Du auch dann keine Konsequenzen zu erwarten, falls Du bei der Ersten Hilfe etwas falsch machen solltest. Bleibst du allerdings innerhalb Deiner Möglichkeiten untätig, machst Du Dich der unterlassenen Hilfeleistung strafbar.

Paragraph und Gesetz

Gibt es Ausnahmen von der Pflicht zur Hilfeleistung?

Die Pflicht zur Hilfeleistung besteht nur dann, wenn die Hilfeleistung zumutbar ist.  Was genau zumutbar ist und was nicht, liegt vermutlich im Auge des Betrachters. Um Klarheit zu verschaffen, wurden daher im Paragrafen § 323c StGB genaue Regelungen festgelegt.
Laut Strafgesetzbuch ist die Hilfeleistung nur dann zumutbar, wenn Du Dich als Ersthelfer durch die Hilfeleistung nicht selbst in Gefahr bringst.  Dabei gilt das Prinzip Eigenschutz vor Fremdschutz. Auch wenn Du durch die Hilfeleistung andere wichtige Pflichten wie beispielsweise die Aufsichtspflicht über ein Kind verletzen müsstest, gilt die Erste Hilfe ebenfalls als nicht zumutbar und ist nicht verpflichtend.

Noch einmal in Kürze:

  • Du kannst nichts falsch machen, außer nicht zu helfen.
  • Solange Du tätig wirst, hast Du keine Konsequenzen zu erwarten.
  • Keiner wird von Dir verlangen Dich in eine Situation zu begeben, in der Du Dich selbst gefährden wirst.
  • Überwinde den Gedanken, dass jemand mit einer höheren Kompetenz anwesend sein könnte.
  • Stelle Dir die Frage, was Du Dir in so einer Situation von Deinen Mitmenschen wünschen würdest.

Well done is better than well said.

Benjamin Franklin

Worte reichen oftmals nicht, um den Menschen die Angst vor Fehlern zu nehmen. Was dabei hilft ist das praktische Üben des Ernstfalls in Schulungen. Für betriebliche Ersthelfer ist es sogar Pflicht, alle 2 Jahre an einem Erste-Hilfe-Training teilzunehmen.

Bist Du dem plötzlichen Herztod schutzlos ausgeliefert?

By Defibrillator AED
Lesezeit ca. 2 Minuten

Der plötzliche Herztod scheint aus heiterem Himmel zu kommen und einzuschlagen wie ein Blitz. Aber selbst bei Naturereignissen wie einem Gewitter gibt es Maßnahmen, die Du treffen kannst, um die Gefahr eines Blitzschlags abzuwenden. Genauso gibt es Möglichkeiten, Dein Risiko für den plötzlichen Herztod zu senken.

Mit unserer Lebensführung tun wir unserem Herzen häufig keinen Gefallen.

Zu viel Stress und seelische Belastungen können unserem Herzen das Leben schwer machen. Dazu nehmen wir uns neben der Arbeit und privaten Verpflichtungen oft zu wenig Zeit für Bewegung und gesunde Ernährung. Im Gegenteil, der Hektik und dem Stress des Alltags begegnen wir häufig mit Fast Food und Zucker sowie Koffein in allen möglichen Varianten.

Dieser Lebensstil hat schwerwiegende Folgen für die Gesundheit unseres Herzens.

Viele Faktoren können Dein Herz aus dem Takt bringen.

Neben einer familiären Veranlagung und bereits bestehenden Herzerkrankungen birgt eine ungesunde Lebensweise zahlreiche Risikofaktoren, die das Auftreten des plötzlichen Herztodes begünstigen. Stress, Bewegungsmangel, Übergewicht, ungesunde Ernährung, Rauchen und starker Alkoholkonsum können zu Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten und Typ-2-Diabetes führen und stellen eine Belastung für Dein Herz da.

Das Vorliegen eines einzigen Risikofaktors reicht bereits aus, um die Gefahr eines plötzlichen Herztodes zu erhöhen. Mit jedem weiteren Laster nimmt das Risiko noch weiter zu – auch wenn ansonsten keine gesundheitlichen Probleme bestehen.

Wie kannst du Dein Herz schützen?

Bei bereits bestehender Herzerkrankung ist der beste Schutz vor dem plötzlichen Herztod die effektive Behandlung der Grunderkrankung.

Um Dein Risiko besser abschätzen zu können, solltest Du ab 40 Jahren regelmäßig zum Gesundheitscheck gehen, um eine Herzerkrankung frühzeitig zu erkennen und Schlimmeres abwenden zu können. Falls in Deiner Familie bereits Fälle vom plötzlichen Herztod bekannt sind, solltest Du Dein Herz am besten schon ab 35 Jahren regelmäßig untersuchen lassen.

Aber das reicht noch nicht.

Von einem plötzlichen Herztod kann jeder betroffen sein und nicht nur ältere Menschen mit einer bereits bekannten, schweren Herzerkrankung. Tatsächlich zählen nur 13% der Betroffenen zu einer Risikogruppe mit bereits bekannter Vorerkrankung. Also ist es wichtig, dass auch Du gut auf Dein Herz Acht gibst.

Eine gesunde Lebensweise und regelmäßiger, gemäßigter Sport senken das Risiko.

Eine gesunde Lebensweise hilft, dem plötzlichen Herztod vorzubeugen. Dazu ist es unerlässlich, die genannten Risikofaktoren zu vermeiden. Daher solltest Du mit dem Rauchen aufzuhören, Dich gesund zu ernähren und Deinen Blutdruck regelmäßig kontrollieren lassen.

Vor allem regelmäßige, moderate Bewegung hat eine enorme Schutzwirkung auf Dein Herz. Dabei reichen oft schon 30 Minuten schnelles Gehen am Tag.

Safe und Tresor

Aufbewahrung Deines AED

By Defibrillator AED
Lesezeit ca. 7 Minuten

Wo sollte der Defibrillator am besten aufbewahrt werden?
Du hast Dich entschieden, einen AED anzuschaffen. Der Gedanke, wo der Defibrillator am besten aufbewahrt werden soll, ist aber mindestens genauso wichtig und entscheidet neben der Bereitschaft der Anwesenden zur Ersten Hilfe darüber, ob betroffene Personen im Ernstfall wirklich von der Anschaffung eines AED-Geräts profitieren.

Wonach kannst Du Dich richten?

Im Falle eines plötzlichen Herztodes zählt jede Sekunde. Nur durch gezielte elektrische Stromimpulse durch ein AED-Gerät (automatischer externer Defibrillator) kann ein normaler Herzrhythmus wiederhergestellt und das Überleben der betroffenen Personen gesichert werden.
Jede Minute, in der keine Hilfe erfolgt, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit Deiner Kollegen, Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftspartner um 10 %. Stell Dir vor, der Defibrillator befindet sich nur eine Minute entfernt. Selbst dann brauchst Du zwei Minuten, bis Du mit dem Defibrillator bei der betroffenen Person bist. Trotz Deines Willens schnellstmöglich zu helfen, ist ihre Chance zu überleben in der Zwischenzeit um weitere 20 % gesunken.

Defibrillator Wahrnehmungspaket

Der Aufbewahrungsort muss mit Bedacht gewählt werden

Generell gilt die Devise, dass ein Defibrillator für möglichst viele Menschen leicht zugänglich und gut erreichbar sein sollte. Daher empfiehlt es sich, die AED-Geräte an zentralen Orten mit einem hohen Personenverkehr, wie zum Beispiel in Empfangs- oder Eingangsbereichen anzubringen.
Die richtige Platzierung ist allerdings ein sehr individuelles Thema und hängt stark von der Art Deines Unternehmens und seiner Größe ab. So sollte z. B. auch auf weitläufigem Betriebsgelände die Nutzung eines Defibrillators innerhalb kürzester Zeit möglich sein und besondere Risiken im Betrieb abgewogen werden

Defibrillatoren müssen leicht zu finden sein

Ein Defibrillator hilft allerdings wenig, wenn niemand weiß, wo er steht. Daher solltest Du die AEDs in Deinem Betrieb im Flucht- und Rettungsplan kennzeichnen. Damit man sie auch in hektischen Notsituationen ohne Umwege findet, solltest Du sie gut sichtbar aufbewahren. Dabei hast Du verschiedene Optionen, um den Defibrillator in Deinem Unternehmen in den Mittelpunkt zu stellen. Neben der Wahl eines zentralen Aufbewahrungsorts kannst Du auch noch mit zusätzlich optischen Hinweisen wie z.B. Schildern auf den Defibrillator aufmerksam machen. Durch Hinweisschilder wird
zudem der Zweck des Geräts klar bestimmt. Außerdem kannst Du ruhig auch mit Stolz zeigen, dass Du Dich um die Gesundheit deiner Mitmenschen sorgst.

Sichere Aufbewahrung unter allen Bedingungen

Prinzipiell sind AEDs pflegeleicht und garantieren eine lange Laufzeit bei regelmäßiger Sichtkontrolle des Geräts und seines Zubehörs. Der iPad CU-SP1 und der iPad CU-SP2 verzeihen Dir sogar Stürze aus bis zu 1,2 m Höhe. Um Deinen Defibrillator allerdings nicht unnötig zu strapazieren und zu gewährleisten, dass er wirklich immer am vorgesehenen Ort zu finden ist, empfiehlt sich die Aufbewahrung in einem Wandschrank oder einer Wandhalterung.
Wenn Du möglichst vielen Menschen rund um die Uhr und unabhängig von Öffnungszeiten Zugang zu einem AED-Gerät ermöglichen möchtest, bietet es sich an, den Defibrillator im Freien aufzubewahren. Dafür gibt es spezielle Außenwandschränke. Diese schützen den Defibrillator nicht nur vor Regen, sondern dank eines eingebauten Heizelements auch vor eisigen Temperaturen.

Die Wahl des Aufbewahrungsorts: Eine individuelle Entscheidung

Wie bereits angeklungen ist, ist der richtige Aufbewahrungsort eines AEDs abhängig von dem Unternehmen und der Größe des Betriebsgeländes. Neben den allgemeinen Hinweisen hier, geben wir Dir auch gerne individuelle Tipps und Empfehlungen, die Du direkt auf Dein Unternehmen anwenden kannst. Dazu steht Dir unser Kundenservice gerne zur Verfügung. Im Rahmen der Ersteinweisung unterstützen wir Dich auch persönlich vor Ort dabei, ein geeignetes Plätzchen für Dein AED-Gerät zu finden.

  • AED – Wandhalterung

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  • AED Wandschrank

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  • AED Wandschrank mit Alarm

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  • Wahrnehmungspaket

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  • ARKY Wandschrank (Heat & Alarm)

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  • ROTAID SOLID PLUS mit Alarm

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  • ROTAID SOLID PLUS HEAT

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  • ROTAID SOLID PLUS HEAT Alarm

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Paragraph und Gesetz

Deine Pflichten

By Defibrillator AED
Lesezeit ca. 6 Minuten

Deine Pflichten

Nachdem Du Dich für den Kauf eines AED-Geräts entschieden hast, ist es fast geschafft

Einige Dinge geben wir Dir dennoch gern mit auf den Weg.

Zunächst solltest du wissen, dass du rechtlich als Betreiber eines Medizinproduktes giltst. Unter dem Begriff versteht das Bundesministerium für Gesundheit eine Person, die AED-Geräte zur Nutzung für andere Personen zur Verfügung stellt. Möchtest du als Privatperson ein AED-Gerät ausschließlich zu eigennützigen Zwecken nutzen, greift die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (kurz: MPBetreibV) nicht. Wir fassen für dich die wichtigsten Punkte aus dieser Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit zusammen.

 

Warum ist es wichtig, dass es eine Medizinprodukte-Betreiberverordnung gibt?

AEDs sind intelligente Geräte, die es kinderleicht machen, einem Menschen das Leben zu retten. Dabei musst Du nicht viel mehr tun, als den Anweisungen des Geräts Schritt für Schritt zu folgen. Allerdings funktioniert das in der Praxis nur, wenn das Gerät auch einsatzbereit und funktionsfähig ist.

Als Betreiber eines Medizinproduktes ist es Deine Aufgabe, die Weichen dafür zu stellen, dass der AED in der Lage ist, seinen Job zu erfüllen. Und das geht mit wenigen Maßnahmen.

Übrigens: Der Käufer eines AED-Gerätes muss nicht zwingend den Pflichten eines Betreibers nachkommen. Diese Aufgaben können auch auf eine andere Person im Unternehmen übertragen werden. Eine mündliche Übereinkunft darüber reicht allerdings nicht aus, sondern es muss schriftlich festgehalten werden, welche Person für den Defibrillator zuständig ist.

 

Was kommt auf Dich zu?

Inbetriebnahme

Bevor das AED-Gerät überhaupt von Dir in Deinem Unternehmen bereitgestellt werden darf, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt werden.

Zum einen muss eine Funktionsprüfung des Geräts vor Ort von einer vom Hersteller befugten Person durchgeführt werden. Es ist nicht ausreichend, wenn Du selbst die Prüfung vornimmst oder wenn wir das Gerät bei uns im Hause testen, bevor wir es zu Dir schicken.

Obwohl wir die AEDs die ganze Zeit als kinderleicht zu bedienen und selbsterklärend loben (und das sind sie auch wirklich), verlangt die MPBetreibV, dass Du als Betreiber in der Bedienung eines AEDs geschult wirst. Der einzige Fall, bei dem die Einweisungspflicht entfallen kann ist, wenn Du bereits nachweislich in ein baugleiches Gerät eingewiesen worden bist.

Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, musst Du daran denken, Dir die Funktionsprüfung und die Einweisung schriftlich bestätigen zu lassen.

In Bezug auf die Einweisung kommt es gerne zu Missverständnissen, da für Anwender und Betreiber unterschiedliche Regelungen gelten. Anwender eines AEDs, also Personen, denen Du ein Gerät für den Notfall zur Verfügung stellst, müssen nicht in die Nutzung eingewiesen werden, da es sich um ein selbsterklärendes Laiengerät handelt. Also ein Gerät, das von jedem Menschen, auch ohne Vorkenntnisse, benutzt werden kann und darf. Ansonsten wäre der Gedanke, dass jeder im Notfall Leben retten kann nur eine reine Wunschvorstellung.

Wie unterstützen wir Dich bei der Inbetriebnahme?

Wenn Du bei uns ein Gerät kaufst, musst Du Dir keine Sorgen um die Funktionsprüfung und die Ersteinweisung machen. Für uns gehören diese beiden Punkte immer zum Kauf eines externen Defibrillators dazu. Wir wollen es uns schließlich nicht nehmen lassen, Dich auch einmal persönlich kennenzulernen.

Die Einweisung führen wir auch gerne zusammen mit den Ersthelfern in Deinem Unternehmen durch, um ihnen die Möglichkeit zu geben, Berührungsängste mit dem Gerät abzulegen. Bei der Gelegenheit erklären wir auch gerne wie Pads und Batterien getauscht werden, oder an welcher Stelle das Gerät am besten platziert werden sollte.

Instandhaltung

Als Betreiber eines Medizinproduktes bist Du für die Inspektion, Wartung und Instandsetzung des Geräts zuständig. Dazu zählt beispielsweise auch die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft des Defibrillators nach der Verwendung.

Um welche Aufgaben handelt es sich dabei im Detail?

Während der AED immer der Gleiche bleibt, gilt dies nicht für die Batterie und die Defibrillationselektroden. Bei beiden handelt es sich um Gebrauchsgegenstände, die nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden müssen.

Die Defibrillationselektroden haben ab dem Zeitpunkt der Herstellung eine Haltbarkeit von ungefähr 36 Monaten. Wie bei anderen Produkten im Supermarkt findest Du auf der Verpackung der Elektroden ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Im Gegensatz zu den Produkten im Supermarkt, bei denen man ruhig auch mal ein Auge zudrücken kann, solltest Du das Mindesthaltbarkeitsdatum der Pads ernst nehmen. Sie wirken zwar unscheinbar, aber sind für die Funktion des AEDs essentiell, da über die Elektroden der Herzrhythmus geprüft und der Strom auf den Körper übertragen wird.

In Bezug auf die Batterien unserer Geräte kannst Du davon ausgehen, dass sie im Standby-Betrieb bis zu 5 Jahre lang halten. Allerdings ist die Haltbarkeit der Batterie auch davon abhängig, wie häufig der AED zum Einsatz kommt.

Woher weiß ich, dass ich handeln muss?

Bei der Instandhaltung bist Du nicht auf Dich alleine gestellt, sondern kannst auf die Unterstützung unserer Defibrillatoren bauen. In regelmäßigen Abständen (täglich, wöchentlich, monatlich) führen unsere Geräte Selbsttests durch, um zu überprüfen, ob alles in Ordnung ist. Je nach Modell gibt Dir das Gerät sichtbare Hinweise darauf, ob die Elektroden-Pads ausgetauscht werden müssen, wie der Ladestatus der Batterie ist oder ob ihm etwas anderes fehlt.

In Deiner Verantwortung liegt es, eine regelmäßige Sichtprüfung vorzunehmen, um die Warnzeichen frühzeitig zu erkennen. Sollte der Display eine Fehlermeldung zeigen, kannst du dich gerne an uns wenden. Innerhalb der Garantie senden wir dir ohne entstehende Kosten ein Austauschgerät zu.

 Sicherheitstechnische Kontrollen (STK)

Die MPBetreibV besagt weiterhin, dass spätestens alle 2 Jahre eine Sicherheitstechnische Kontrolle (STK) von einer qualifizierten Person durchgeführt werden muss. Die STK entfällt für jene AED-Geräte, die im öffentlichen Raum installiert sind, automatische Selbsttests durchführen, regelmäßig sichtkontrolliert werden und für die Nutzung durch ungeschulte Personen vorgesehen sind.

Vielleicht möchtest Du jetzt schon weiterlesen, weil Du denkst, dass Dich dieser Punkt nicht betrifft. Die Crux liegt allerdings in der Definition davon, was ein öffentlicher Raum ist. Darüber herrscht nämlich weitestgehend Unklarheit.

Für das Bundesministerium für Gesundheit ist der öffentliche Raum jeder Bereich, in dem man ohne spezielle Berechtigung gelangen kann. Es bleibt die Frage, ob Dein Betrieb damit nun zum öffentlichen Raum gehört oder nicht. Viele Firmen prüfen zum Beispiel durch Sicherheitspersonal wie einen Pförtner, wer Zugang zum Gelände bekommt und wer nicht. Somit handelt es sich nicht um öffentlichen Raum. Aber auch Firmen ohne solche Sicherheitsvorkehrungen können nur bedingt als öffentlicher Raum betrachtet werden, da sie meistens nur zu bestimmten Betriebszeiten zugänglich sind und somit nicht 24/7 für alle geöffnet sind.

Generell gilt, dass Du mit der Durchführung einer STK auf der sicheren Seite bist, da die meisten AEDs nicht befreit sind. Wir beraten Dich aber gerne, ob Dein Gerät zu den Ausnahmen gehört.

Sollte eine sicherheitstechnische Kontrolle anstehen, erinnern wir Dich rechtzeitig daran. In dem Fall kannst Du Dein Gerät gerne zu uns schicken und wir prüfen es auf Herz und Nieren. Damit Dein Betrieb in der Zeit nicht ohne AED sein muss, bekommst Du auf Wunsch auch ein Ersatzgerät von uns.

Medizinproduktebuch

Der Betreiber eines externen Defibrillators ist dazu verpflichtet, für jedes aktive Gerät ein Medizinproduktebuch zu führen. In diesem werden wichtige Dinge wie die Person, die für den AED zuständig ist, die Bestätigung der Ersteinweisung und der Funktionsprüfung sowie durchgeführte sicherheitstechnische Kontrollen festgehalten.

Wir schicken Dir gerne eine Vorlage für das Medizinproduktebuch, damit Du keinen der Punkte vergisst zu dokumentieren.

Im ersten Moment wirkt es so, als gäbe es eine Menge Dinge, um die Du Dich kümmern musst. Aber Du hast uns als Partner an deiner Seite und wir lassen Dich mit den Pflichten nicht im Regen stehen.

Deine Pflichten

Nachdem Du Dich für den Kauf eines AED-Geräts entschieden hast, ist es fast geschafft

Einige Dinge geben wir Dir dennoch gern mit auf den Weg.

Was steckt hinter dem plötzlichen Herztod?

By Defibrillator AED
Lesezeit ca. 4 Minuten

Alle fünf Minuten stirbt ein Mensch in Deutschland am plötzlichen Herztod. Der Tod tritt in Folge eines Herzstillstands ein, der durch anhaltendes Kammerflimmern hervorgerufen wird. Dabei schlägt das Herz chaotisch und kann das Blut nicht mehr effizient im Körper verteilen.

Der plötzliche Herztod ist die häufigste Todesursache weltweit.

Warum der plötzliche Herztod kein Herzinfarkt ist

Viele Menschen verbinden die Begriffe plötzlicher Herztod und Herzinfarkt miteinander. In der Realität handelt es sich allerdings um zwei sehr unterschiedliche Ereignisse.

Beim plötzlichen Herztod ist das Herz aufgrund von Kammerflimmern nicht mehr in der Lage, das Blut effektiv durch den Körper zu pumpen. Es kommt schließlich zum Tod, da das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden kann.

Bei einem Herzinfarkt ist die Blutversorgung des Herzens selbst gestört. Die Ursache dafür kann zum Beispiel ein Gerinnsel sein, das den Blutfluss behindert. Durch den Mangel an Sauerstoff wird der Herzmuskel geschädigt und es kann zum Tod kommen.

Wie können automatisierte externe Defibrillatoren (kurz AEDs) helfen?

Nach einem plötzlichen Herzstillstand ist noch für mehrere Minuten ausreichend Sauerstoff im Blut, der dringend im Gehirn benötigt wird. Dort kommt er allerdings nicht an, da das Herz aufgrund des Kammerflimmerns nicht mehr effektiv arbeitet. Die Auswirkungen sind gravierend. Bereits 3-5 Minuten nach dem Herzstillstand wird das Gehirn irreversibel geschädigt.

Ein AED-Gerät stoppt das lebensgefährliche Kammerflimmern.

Mit einer Herzdruckmassage kann sichergestellt werden, dass das sauerstoffreiche Blut zum Gehirn gelangt. Allerdings wird so nur die Folge eines Herzstillstandes und nicht die Ursache bekämpft. Wird der normale Herzrhythmus nicht innerhalb weniger Minuten wiederhergestellt, tritt der Tod ein. Nur ein AED-Gerät kann das lebensgefährliche Kammerflimmern stoppen, sodass das Herz wieder effizient arbeiten kann. Die Chancen, den Betroffenen durch Herzdruckmassage und Beatmung zu reanimieren, steigen. Ohne die Anwendung eines Defibrillators überleben nur 8 Prozent der Betroffenen. Durch die Nutzung eines AED-Geräts steigt die Überlebenschance auf 50-70 Prozent.

AED-Geräte können die Zahl der Todesfälle deutlich reduzieren.

Was ist ein AED-Gerät?

AEDs sind automatisierte externe Defibrillatoren, die in einer Notsituation von jedem Menschen auch ohne medizinisches Hintergrundwissen benutzt werden können. Die eingebaute medizinische Software erkennt den Rhythmus des Herzens und entscheidet eigenständig, ob es notwendig ist, einen Elektroschock abzugeben oder nicht. Zudem geben die intelligenten Geräte genaue Anweisungen darüber, was zu tun ist, und führen so auch unerfahrene Ersthelfer durch aufwühlende Notsituationen.

Inwiefern betrifft Dich das Thema plötzlicher Herztod?

Von einem plötzlichen Herztod kann jeder betroffen sein. Dazu muss man nicht über 65 Jahre alt sein oder eine bekannte Herzerkrankung haben. Tatsächlich ist ein Drittel der an einem plötzlichen Herztod verstorbenen Menschen jünger als 65 und nur 13 Prozent von ihnen zählen zu einer Risikogruppe mit einer bereits bekannten Herzerkrankung.

 

Jeder kann direkt oder indirekt vom plötzlichen Herztod betroffen sein.

 

Nicht nur Dich selbst kann das Schicksal des plötzlichen Herztods ereilen, sondern auch Deinen Mitmenschen und Angehörigen. Stell Dir vor, ein Mitarbeiter oder eine Kollegin sackt während der Arbeitszeit zusammen, oder Dein Mitspieler liegt während eines Fußballspiels plötzlich auf dem Boden. Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du nicht die Möglichkeit hättest, der Person bestmöglich zu helfen? Oder was würde in Dir vorgehen, wenn Dein Partner oder Deine Partnerin nie wieder vom Treffen mit Freunden zurückkehren würde und Du später erfahren musst, dass in der Notsituation keiner geholfen hat?